Gratiswette in Österreich: Wer sie zahlt und was sie wirklich wert ist
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Stand: Oktober 31, 2026. Bewilligungsangaben und Angebotsbedingungen wurden gegen die Impressen, Wettordnungen und Aktionsseiten der jeweiligen Anbieter sowie gegen die österreichischen Landes-Wettgesetze geprüft.
Eine Freiwette klingt nach einem geschenkten Wettschein. Sie ist eine Wette, deren Einsatz jemand anderer stellt — und deren Gewinn trotzdem vollständig dem Wettkunden gehört, weil der Einsatz nie Teil der Auszahlung ist. Genau in diesem Satz steckt der ganze Streit um die Gratiswette: Sie kostet den Anbieter weniger, als die Zahl auf der Startseite verspricht, sie zwingt den Kunden zu einer bestimmten Quote, einer bestimmten Wette und manchmal zu einem bestimmten Zeitpunkt, und sie ist der einzige Teil eines Wettangebots, für den es in Österreich überhaupt keine Rechtsgrundlage gibt, die den Inhalt vorschreibt. Kein Gesetz sagt, wie hoch ein Bonus sein muss, wie oft er umzusetzen ist oder ab welcher Quote er zählt. Das sagen die Anbieter selbst, in ihren eigenen Bedingungen, und darum steht auf dieser Seite neben jeder Zahl auch die Regel, an der sie hängt.
Der Begriff Freiwette ist doppeldeutig. Einerseits ist es ein Neukundenangebot: Man zahlt ein, bekommt dafür einen Gegenwert in Wettscheinen und kann damit spielen. Andererseits wird eine Freiwette ohne Einzahlung beworben. Unter den zehn hier verglichenen Marken ist die erste Fassung die Regel; eine Gratiswette ohne jede Einzahlung ist nicht vertreten. Wer eine solche sucht, wird bei Anbietern fündig, die außerhalb dieses Vergleichs stehen — und sollte dort dieselben Bedingungen prüfen, die wir hier erläutern.
Was eine Freiwette ist — und wer sie bezahlt
Der Unterschied zur Gratiswette ohne Einzahlung
Zwei Wege führen zu einem kostenlosen Wettschein, und nur einer davon kommt ohne vorherige Zahlung aus. Die Freiwette als Einzahlungsgeschenk verlangt eine erste Einzahlung, manchmal eine symbolische — win2day nennt in seinem FreeBet-Angebot einen Euro als Mindestbetrag, für den es fünf Freiwetten zu je 10 € gutschreibt. Eine echte Gratiswette ohne Einzahlung würde einem Konto Geld oder Wetten zubuchen, bevor irgendjemand etwas eingezahlt hat.

Für den Wettkunden macht das einen größeren Unterschied, als die Wörter vermuten lassen. Bei der Freiwette mit Einzahlung ist immer eigenes Geld im Spiel, das vorher aufs Konto gewandert ist, und damit auch die Frage, was mit diesem Guthaben passiert, wenn es verloren geht. Bei einer Freiwette ohne Einzahlung ist die Frage nach dem Verlust gegenstandslos: Es gab keinen. Dafür haftet eine Wette ohne eigenen Einsatz stärker an Bedingungen — ein Haus, das Geld verschenkt, definiert üblicherweise genauer, was damit gespielt werden darf.
Der österreichische Markt hat sich auf die Variante mit Einzahlung eingependelt. Wer die andere sucht, findet sie bei Anbietern, die ihre Angebote von Offshore aus bereitstellen, und dort in einer Form, die zu prüfen mehr Aufwand bedeutet, als es den Ertrag wert ist. In Österreichs Alltag ist die Freiwette daher primär als Zusatz zur ersten Einzahlung gebräuchlich.
Warum der Einsatz nicht mitbezahlt wird
Bei einer Freiwette bekommt der Gewinner die Auszahlung, die sich aus Quote mal Einsatz ergibt — abzüglich des Einsatzes, den er selbst nicht gestellt hat. Bei Quote 2,00 und 10 € Freiwette stehen am Ende also 10 € Gewinn, nicht 20 € Auszahlung: Die 10 €, die der Anbieter gestellt hat, gehen zurück an den Anbieter zurück und bleiben dort. Bei Quote 3,00 bleiben aus 30 € Bruttowert 20 € beim Kunden.

Das ist keine Raffinesse eines einzelnen Hauses, sondern die Konstruktion der Freiwette selbst. win2day formuliert es in seinen Sportwetten-Antworten so, dass der Gewinn dem Bruttowert abzüglich des Einsatzes entspricht, und sperrt bei diesen Wetten zusätzlich die Cash-Out-Funktion. Wer die Freiwette als verdoppelten Wettschein liest, liest falsch; sie ist ein Gewinnzuschuss, der erst bei einer Quote über 2,00 überhaupt über den Nominalbetrag hinausführt.
Der Rechenweg: Was eine Freiwette im Mittel wert ist
Zehn Euro Freiwette sind nicht zehn Euro Bargeld. Was sie tatsächlich wert sind, hängt an drei Dingen: der Quote, auf die man sie setzt, dem Quotenschlüssel des Marktes und der Regel, dass der Einsatz nicht zurückkommt. Für einen durchschnittlichen Wert über viele Wetten lässt sich das sauber fassen.
Der Quotenschlüssel eines Marktes ist der Anteil aller Einsätze, den der Markt an die Wettenden zurückgibt. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit 1,90 auf jeder Seite ergibt sich aus 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ein Schlüssel von rund 95 Prozent — der Rest von etwa 5 Prozent ist die Marge des Anbieters, und sie steht in jeder einzelnen Quote dieses Marktes drin. Bei einer Freiwette deren Einsatz verfällt, ist nur der Gewinnteil nutzbar, also Quote minus eins geteilt durch Quote.
Bei 10 € Freiwette, Quote 1,90 und einem Zwei-Weg-Markt mit 95 Prozent Rückzahlung liegt der durchschnittliche Wert solcher Wetten zwischen etwa 4,25 € und knapp 4,30 € — je nachdem, wie viele Wetten man über den Markt streut und wie stark die einzelnen Begegnungen von der Beispielquote abweichen. Bei 20 € Freiwette verdoppelt sich die Bandbreite entsprechend auf rund 8,50 € bis 8,60 €. Die Rechnung unterstellt, dass die Freiwette auf einen Markt mit diesem Schlüssel gesetzt und nicht vorher verfallen gelassen wird.
Das ist ein Durchschnitt, keine Zusage. Ein einzelner Wettschein kann mehr, weniger oder — bei verlorener Wette — gar nichts einbringen. Wer den Wert maximieren will, setzt die Freiwette auf die höchste Quote, die sie zulässt, weil mit der Quote auch der Anteil wächst, der vom Markt zurückkommt. Wer sie auf einen Favoriten setzt, verbrennt einen Teil ihres Wertes in der Marge.
Was die Bedingungen aus dem Wert machen
Mindestquote, Einsatzhöhe und Frist
Eine Freiwette ist selten frei einsetzbar. win2day schreibt die Höhe exakt vor: Die fünf Freiwetten über je 10 € müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden, und sie gelten nur für Einzelwetten — Kombi- und Systemwetten sind ausgeschlossen. Drei Jahre lang sind sie nutzbar; verlieren kann man in dieser Zeit nur die Gelegenheit, nicht den Einsatz.
Andere Häuser setzen auf Mindestquoten und Fristen. Bei Boomerang-Bet gilt für den Sport-Erstbonus eine Mindestquote von 1,50, bei Kombiwetten mindestens 1,50 je Auswahl, die Umsatzbedingungen sind binnen 30 Tagen nach der ersten Einzahlung zu erfüllen, und pro Wette zählen höchstens 50 € zum Umsatz. Wer den Bonus mit 20-Euro-Wetten umsetzt, arbeitet an einer Bedingung, die ihn langsamer vorankommen lässt als den, der größere Einsätze platziert. Bei Slotimo läuft die Frist für die Erfüllung der Umsatzanforderung in der Regel 30 Tage ab Kontoeröffnung, bei einer Mindesteinzahlung von 20 € je Teilangebot.
Zwischen den beiden Extremen liegen die Regeln, die den Wert einer Freiwette am stärksten verschieben: Je höher die Mindestquote, desto mehr muss man von seinem Wettschein weg von den großen Favoriten und hin zu den Außenseitern — was den erwarteten Wert der Freiwette nicht hebt, sondern die Varianz. Je kürzer die Frist, desto weniger Begegnungen hat man zur Auswahl. Je niedriger die Höchstgrenze pro Wette, desto öfter muss gesetzt werden.
Barrierefreiheit und Ausschlüsse: Warum nicht jede Freiwette für jeden dieselbe ist
Bei Boomerang-Bet zählen Einzahlungen per Skrill oder Neteller nicht als qualifizierende Einzahlungen für den Sport-Erstbonus. Wer sein Konto über den E-Wallet-Anbieter auflädt, hat die Bedingung formal erfüllt und den Bonus trotzdem nicht — ein Ausschluss, der viele trifft, weil Zahlungsdienste in diesem Markt verbreitet sind.
Bei Tipwin wiederum nennt die App-Beschreibung keine konkreten Zahlungsarten, keine Mindestbeträge und keine Bonusbedingungen, sondern verweist auf „sichere Transaktionen“ und ein eigenes Kundenservice-Team. Wer dort eine Freiwette sucht, wird um das Nachlesen nicht herumkommen: Die allgemeine Geschäftsbedingung des Anbieters steht nicht an der Stelle, an der man sie vermuten würde. Bei Betovo liegt die Mindesteinzahlung für den Sport-Willkommensbonus bei 10 $, die Mindestquote bei 1,59, und der Bonus gilt nur für Neukunden mit erster Echtgeld-Einzahlung und nur für Wetten in Sport und Live-Sport.
Der Punkt an der Grenze: Wo eine Freiwette aufhört, etwas wert zu sein
Es gibt eine Schwelle, ab der die Auflagen den Vorteil aufgefressen haben. Eine Freiwette mit einem Einsatz, der nicht zurückkommt, und einer Mindestquote nahe 1,50 kann rechnerisch nur einen Wert in der Größenordnung von einem Viertel des Nominalbetrags erreichen, und wer dann zusätzlich einen fünf- oder sechsfachen Umsatz auf denselben Betrag aufgeschlagen bekommt, arbeitet für einen Bruchteil dessen, was die Startseite ankündigt.
Konkret: Bei Boomerang-Bet müssen Einzahlung und Bonus für Kunden aus Österreich fünfmal umgesetzt werden, für andere Länder sechsmal, während der Abschnitt „How to Release“ pauschal den sechsfachen Umsatz nennt. Bei einem Bonus von 100 € und einer Einzahlung von 100 € bedeutet ein fünffacher Umsatz auf die Bonusbasis 500 € Wettsumme, die erst einmal durchgesetzt werden muss, wobei pro Wette höchstens 50 € zählen — mindestens zehn Wetten, die alle die Mindestquote erreichen müssen. Rechnete man dies mit einem Markt von 1,90 auf beiden Seiten und 5 Prozent Marge nach, kostete das Durchspielen des Bonus im Mittel einen zweistelligen Euro-Betrag. Bei einem Bonus von 25 € Freiwette wie bei NEO.bet liegt der Wert des Angebots in einem Bereich, in dem sich der Aufwand lohnt, sofern die Wetten ohnehin gespielt worden wären.
Wer wo steht: Die Bewilligung als erste Sortierfrage
Warum es keine nationale Lizenz gibt — und was stattdessen gilt
Österreich kennt keine Bundeslizenz für Sportwetten. Die klassische Sportwette ist bundesrechtlich kein Glücksspiel — der Verwaltungsgerichtshof hat das mit Erkenntnis vom 2. Juli 2015, Ro 2015/16/0019, bestätigt; das Bundesministerium für Finanzen und das Finanzamt Österreich behandeln sie als Geschicklichkeitsspiel außerhalb des Glücksspielgesetzes. Daraus folgt eine ganze Reihe von Dingen, die es nicht gibt: keine Bundesbehörde, die Sportwetten bewilligt, kein nationales Wettanbieterverzeichnis, kein bundesweites Sperrregister und kein gesetzliches Einzahlungslimit für Sportwetten.
Was es gibt, ist die Bewilligung des jeweiligen Bundeslandes. Jedes der neun Länder hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Behörde: In Niederösterreich das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) mit dem Amt der NÖ Landesregierung, in Wien das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016) mit dem Magistrat, in Oberösterreich das Oö. Wettgesetz. Wer Sportwetten anbietet, braucht eine solche Bewilligung — und die Bewilligung eines Bundeslandes ist keine Lizenz für ganz Österreich. Der Begriff „Konzession“ gehört zum Glücksspielgesetz des Bundes und damit zu Lotterien und Casinos, nicht zu Sportwetten.
Für Online-Wetten knüpft das Landesrecht an den Ort an, von dem aus der Wettunternehmer die Daten bereitstellt. Der Verwaltungsgerichtshof hat das mit Erkenntnis vom 9. April 2026, Ra 2025/02/0037, zum Oö. Wettgesetz bestätigt. Die Erläuterungen zum NÖ Wettgesetz, wie sie in einem Landtagsantrag zitiert werden, lassen Anbieter, die Niederösterreich von Servern außerhalb des Landes bedienen, außerhalb des NÖ Rechts. Das ist der technische Kern einer Debatte, die politisch offen ist.
Die Bewilligung der Bundesländer: Wie die geprüften Marken ihre Position belegen
Fünf der hier verglichenen Marken legen eine Landesbewilligung dar; die Belege stehen in ihren eigenen Impressen und Wettordnungen, und weil Österreich kein zentrales Verzeichnis führt, bleiben diese Angaben genau das — Angaben des Betreibers, die man dort nachliest, wo er sie veröffentlicht.
Ein zweiter Punkt gehört zu derselben Frage, weil er bei jeder Wette anfällt. Seit dem 1. April 2025 unterliegt jeder Einsatz auf eine Sportwette in Österreich einer Wettgebühr von 5 Prozent nach § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025. Schuldner ist, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt — nicht der Wettkunde. Ob und wie das an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter, und tipp3 gibt an, bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent des Gewinns abzuziehen. Das Finanzamt Österreich hat mit Entscheidung vom 12. Mai 2026, RV/7100519/2026, die Beschwerde eines Buchmachers gegen die 5 Prozent zurückgewiesen.
Der Graubereich der Anbieter ohne österreichische Bewilligung
Die andere Hälfte dieser Vergleichsliste hat keine österreichische Bewilligung. Ein ausländisches Papier — Curaçao, Tobique, Anjouan — ist keine österreichische Bewilligung, und die Rechtsposition von Wetten, die von ausländischen Servern angeboten werden, ist nicht einheitlich geklärt. Sie hängt am Recht des jeweiligen Bundeslandes, sie wird gerichtlich ausgetragen und politisch bestritten. Wer schreibt, ein solcher Anbieter sei in Österreich illegal, sagt damit mehr, als eine Behörde je festgestellt hat. Wer schreibt, er sei legal, sagt dasselbe in die andere Richtung.
Was sich ohne Wertung sagen lässt: Es existiert keine österreichische Bewilligungsnummer zum Nachschlagen, keine heimische Aufsichtsbehörde, bei der man sich über das Produkt beschweren könnte, und keine österreichische Selbstsperre, die auf ein Konto bei einem dieser Anbieter durchschlägt. Die Landtagswahlperiode hat 2025 Bewegungen in Steiermark und Niederösterreich gesehen, die ein einheitliches Limit fordern; beschlossen ist nichts.
Der Blick auf die Tabelle
Die folgende Übersicht ordnet die zehn Marken danach, welche Bewilligung oder welches ausländische Papier aus den Angaben des jeweiligen Anbieters hervorgeht, und dazu die Betreibergesellschaft, soweit sie im Impressum steht. Die Tabelle ist bewusst schmal gehalten: Sie beantwortet die Sortierfrage, die vor allen Bonusvergleichen kommt, und sie sagt nichts über die Qualität eines Angebots. Wo die Bewilligung eines Landes genannt wird, ist das die Angabe des Betreibers; wo keine österreichische Bewilligung steht, ist das der Befund, der aus dem Impressum folgt.
| Wettanbieter | Österreichische Bewilligung | Betreiber oder genanntes Papier |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung der NÖ Landesregierung, Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | Bewilligung der NÖ Landesregierung (nur Sportwetten) | Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. |
| Merkur Bets | Österreichische Bewilligung; Land und Bescheid nicht veröffentlicht | Betreiber nicht angegeben |
| Vierklee | Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Starsportwetten | Bescheid vom 8.3.2022 zur Durchführung von Sportwetten; Land und Nummer nicht angeführt | Star Sportwetten GmbH |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Lunubet | Keine österreichische Bewilligung | Genanntes Papier: Curaçao |
| BetLabel | Keine österreichische Bewilligung | Genanntes Papier: Curaçao |
| Winz.io | Keine österreichische Bewilligung | Tobique Gaming Commission 0000002 und Anjouan ALSI-202508056-FI2 |
| BetAlright | Keine österreichische Bewilligung | Papier nicht ersichtlich |
Was diese Übersicht nicht kann, ist die Frage beantworten, bei welchem Haus ein Wettschein am Ende am meisten abwirft. Sie trennt Anbieter, deren Bewilligung man in einem Behördenakt nachlesen könnte, von solchen, bei denen diese Spur ins Ausland führt, und sie zeigt, dass diese Trennung nicht deckungsgleich ist mit der Frage, wo ein Wettkunde günstige Quoten findet. Zwei der fünf Häuser mit Landesbewilligung nennen Land und Bescheidnummer ihres Papiers gar nicht — Merkur Bets und Starsportwetten —, und genau dort wird aus der Bewilligung ein Vertrauensvorschuss auf Zuruf. Wer sich für die Frage wirklich interessiert, liest die Bescheidnummer in einem Impressum und fragt bei der Landesregierung nach, wenn sie fehlt.
Fair bleiben: Spielerschutz gilt auch mit Freiwette
Die Altersgrenze von 18 Jahren steht in den Wettgesetzen Wiens und Oberösterreichs und wird von den Anbietern zusätzlich selbst genannt. Sie verschiebt sich nicht, weil jemand eine Freiwette bekommt. Eine Freiwette macht die nächsten Wetten auch nicht billiger: Sie ist ein Wettschein unter vielen, und die Wahrscheinlichkeit, dass er verloren geht, ist dieselbe wie bei einem Schein aus eigener Tasche.
Eine bundesweit gültige Selbstsperre gibt es für Sportwetten nicht. Sperren bestehen im Landesrecht — in Wien ist eine Aufhebung nicht vor zwei Jahren möglich — und werden im Übrigen vom Anbieter für sein eigenes Produkt organisiert. tipp3 bietet eine Spielpause von einem, drei oder sechs Monaten, bei der das Guthaben im Konto bleibt, sowie eine Selbstsperre von einem, zwei oder drei Jahren, bei der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird; beide sind nach dem Start nicht aufhebbar. Bei win2day gilt ein Einzahlungslimit von maximal 250 € pro Woche bis zum Alter von 26 Jahren (Freitag bis Donnerstag) und von maximal 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren, auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit.
Wer mit einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung spielt, ist von den Sperren der Landesrechtsordnung nicht erfasst. Es gibt keine Stelle, die einem Servern außerhalb Österreichs den Zugang für einen bestimmten Kunden sperren könnte. Wer glaubt, eine Selbstsperre bei einem österreichischen Buchmacher habe Auswirkung auf ein Konto bei einem ausländischen Haus, hat die Logik des Systems nicht mitbekommen. Was es stattdessen gibt: eine eigene Entscheidung, Limits zu setzen, und, für die Frage, ob eine Selbstsperre bei einem bestimmten Anbieter greift, ein Blick in dessen eigene Bedingungen.
Hilfe für Spieler bietet Playsponsible.
Anbieter im Vergleich: Zehn Marken, zehn verschiedene Auflagen
tipp3: Das Haus, das die Gebühr selbst trägt
tipp3 ist die erste Adresse für jeden, der bei einem Anbieter mit Behördenakt spielen will. Die Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 trägt die Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020, Betreiberin ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien, der Rechtsrahmen ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020). Das ist in Österreich kein seltener Luxus, aber auch nicht die Regel: Bei zwei anderen Häusern dieser Liste fehlt die Bescheidnummer im Impressum ganz.
Interessanter für den Wettkunden ist, was tipp3 mit der Wettgebühr macht. Seit 1. April 2025 fallen auf jeden Wetteinsatz 5 Prozent an, und tipp3 gibt an, bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst zu tragen, bei gewonnenen Wetten 5 Prozent des Gewinns abzuziehen. Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 beträgt der Bruttogewinn 20 €, die Gebühr 1 €, der mögliche Gewinn bleibt bei 19 €. Ein verlorener Schein kostet also 10 € und nicht 10,50 € — die Gebühr verschwindet in der Verlustzone, ohne dass der Kunde sie sehen würde. Gewinne aus Cash-Outs sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind von dem Abzug ausgenommen.
Dazu kommen Zahlungsregeln, die den Alltag stärker prägen als jede Quote. Bargeld-Einzahlungen und Bargeld-Auszahlungen bei tipp3-Partnern sind auf maximal 1.000 € pro Woche begrenzt, und eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann. Wer über ein Wettterminal bar einzahlt und am nächsten Tag wieder auszahlen will, muss also erst einmal eine Wettsumme in Höhe des Guthabens gedreht haben. Für die Spielpause und die Selbstsperre gilt das, was im Abschnitt zum Spielerschutz steht.
Für wen sich das Haus lohnt: Wer ohnehin bar an einer Annahmestelle ein- und auszahlt und dabei nicht mehr als 1.000 € pro Woche bewegt, findet in tipp3 einen Anbieter, dessen Papier sich bis auf die Bescheidnummer zurückverfolgen lässt und der die Wettgebühr bei Verlusten auf eigene Rechnung nimmt — ein Zugeständnis, das tipp3 im Ergebnis zu einer der ehrlicheren Kostenstrukturen im Vergleich macht.
win2day: Fünf Freiwetten als Gegenwert für einen Euro
Das bemerkenswerteste Detail am FreeBet-Angebot von win2day ist die Mindesteinzahlung: 1 € genügt für fünf Freiwetten zu je 10 €, insgesamt 50 € Nominalwert. Das ist ein Angebot, das praktisch jeder österreichische Wettkunde annehmen kann, und es lässt sich als Wahl des Hauses lesen — die Hürde wird so niedrig gelegt, dass die Freiwette kein Einzahlungsanreiz, sondern eine erste Testwette ist.
Die Bedingungen sind dafür umso genauer. Die Freiwetten sind drei Jahre lang nutzbar, gelten nur für Einzelwetten, müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Cash-Out ist bei diesen Wetten deaktiviert; der Gewinn entspricht dem Bruttowert abzüglich des Einsatzes. Kombiwetten und Systemwetten sind ausdrücklich draußen.
Die Bewilligungssituation ist in zwei Regimes geteilt. Die Sportwetten beruhen nach dem Hinweis auf der Seite auf einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung und unterliegen damit nicht den Bestimmungen des Glücksspielgesetzes und nicht der Aufsicht des Finanzamts Österreich. Lotterie- und Casinospiele laufen bei der Österreichischen Lotterien Gesellschaft m.b.H. dagegen unter der Konzession nach dem Glücksspielgesetz des Bundes. Zwei Regime in einem Haus — wer einen Bonus sucht, sollte wissen, auf welcher Seite des Hauses er gerade steht.
Gewinne aus Sportwetten werden dem elektronischen Guthaben gutgeschrieben; nicht gutgeschriebene Gewinne können vier Wochen lang beansprucht werden, Auszahlungen laufen auf das registrierte Bankkonto, und die Auszahlungsgebühren trägt der Spieler. Die Einzahlungslimits von 250 € wöchentlich bis 26 Jahre und 1.680 € monatlich ab 26 Jahre stehen im Spielerschutzabschnitt.
Damit ist win2day das klarste Angebot der Liste für jemanden, der mit minimalem Kapitaleinsatz in Einzelwetten hineinschauen will: Die Hürde liegt bei einem Euro, die Frist bei drei Jahren, und der Gegenwert ist hoch genug, um daraus fünf ernsthafte Einzelwetten zu machen.
Merkur Bets: Vom Wettbüro zur Marke, ohne Preisgabe des Bescheids
Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group trat im Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf; davor hieß sie Cashpoint Sportwetten, mit Sitz in Gerasdorf bei Wien und einem Gründungsjahr 1996. Das ist eine der längsten Geschichten im österreichischen Wettmarkt, und der Namenswechsel ändert daran nichts außer der Aufschrift.
Was der Anbieter über seine Bewilligung mitteilt, ist dagegen dünn. Es liegt eine österreichische Bewilligung vor, aber weder das Land noch der Bescheid werden veröffentlicht, und eine Betreibergesellschaft ist an dieser Stelle nicht angegeben. Für einen Wettkunden, der die Bewilligung nachprüfen möchte, ist das ein leeres Ergebnis, und das ist gerade bei einem Haus mit dieser Tradition verwunderlich.
Wirtschaftlich ist Merkur Bets damit ein Angebot auf Augenhöhe mit den anderen Häusern dieser Liste — ein etablierter Betreiber, eine gewachsene Wettstruktur, eine Bewilligung, die es gibt und die man nicht nachlesen kann. Wer Transparenz über das eigene Papier als Auswahlkriterium verwendet, muss hier abwägen. Wer sich für die Historie und die Stationen interessiert: Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert — die Aktie ist längst Geschichte, das Wettgeschäft nicht.
Vierklee: Bewilligung aus Tirol, Bonus ohne Bedingungen zum Nachlesen
Vierklee betreibt seinen Online-Dienst unter der Bewilligung IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung, Betreiberin ist die Vierklee Wettbüro GmbH. Damit ist Vierklee eines der wenigen Häuser in dieser Liste, die eine vollständige Angabe liefern — Land, Behörde und Zahl, und das freiwillig.
Für Neukunden wird ein Bonus von bis zu 100 € angekündigt. Konkrete Bonusbedingungen nennt die Informationsseite nicht: keine Angabe zu Umsatz, Mindestquote oder Frist. Wer sich für das Angebot interessiert, wird die Bedingungen also an der Stelle lesen müssen, an der sie beim Abschluss stehen. Eine 100-Euro-Zusage ohne Auflagen ist ein Satz, dem man nicht glauben sollte, solange man nicht weiß, wie oft er umgesetzt werden muss.
Das ändert nichts daran, dass Vierklee eine der klareren Antworten auf die Frage gibt, bei wem man wettet. Wer einen Bonus mit vollem Konditionensatz sucht, wird bei einem anderen Anbieter dieser Liste fündig; wer wissen will, wer hinter der Seite steht, bekommt hier eine präzise Antwort und anderswo oft keine.
Starsportwetten: Ein Bescheid ohne Bundesland
Starsportwetten führt in der Beschreibung seiner App einen Bescheid vom 8. März 2022 an, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Die Formulierung „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“ trägt die Bewilligung, nennt aber weder das Bundesland noch die Bescheidnummer. Die Betreibergesellschaft, die Star Sportwetten GmbH, ist dagegen angegeben.
Das ist genau die Lücke, die diese Liste sichtbar machen soll. Eine Bewilligung nach dem Landesrecht ist eine Bewilligung eines bestimmten Landes unter einem bestimmten Bescheid. Wer die Nummer nicht nennt, liefert ein Bekenntnis ohne Beleg — und wer wissen will, ob ein Anbieter auch für sein Bundesland bewilligt ist, bekommt hier keine Antwort.
Starsportwetten bleibt damit eine Wahl für Wettkunden, die das Haus vor allem stationär erleben und für die der Weg zur Annahmestelle ohnehin der gewohnte ist. Wer eine überprüfbare Papierspur zum Auswahlkriterium macht, geht mit Vierklee und tipp3 besser.
Admiral: Bewilligung aus Oberösterreich, Konzernhistorie inklusive
Admiral nennt in seinem Impressum eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz; Betreiberin ist die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen. Die Angabe ist solide, aber kürzer als bei Vierklee: Land und Gesetz sind da, ein Datum oder eine Bescheidnummer nicht.
Die ADMIRAL Sportwetten GmbH gehörte zur Novomatic-Gruppe; gegründet wurde das Unternehmen von Walter Grubmüller, und an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert. Diese Konzerneinbettung ist für den Wettkunden aus zwei Gründen relevant. Erstens: Ein Haus dieser Größe betreibt Wettannahmestellen und Terminals in großer Zahl, und wem der Weg zur Filiale wichtig ist, findet hier eine der dichtesten Abdeckungen im Land. Zweitens: Große Konzerne haben ihren eigenen Rhythmus, und wer sich an eine Marke mit dieser Geschichte bindet, bindet sich an deren Entscheidungen über Boni, Quoten und Zahlungswege.
In Oberösterreich ist live außerdem nur auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder darauf erlaubt, wer als Nächstes trifft (Fassung von 2021); in Wien dürfen Live-Wetten nur auf Teil- oder Endergebnisse gesetzt werden (Fassung von 2020). Der Anbieter, bei dem man spielt, kann nur das anbieten, was das jeweilige Land zulässt. Wer live viel Auswahl will, merkt diesen Unterschied schneller, als ihm lieb ist.
Damit ist Admiral die Wahl für Wettkunden, die den Weg zur Annahmestelle als Teil ihres Wettrhythmus sehen — und die akzeptieren, dass ein Haus dieser Größe seine Bonusbedingungen selbst setzt, ohne dass man sie hier nachlesen könnte.
Lunubet: Ein Vorteil im Bonus, ein Nachteil im Papier
Lunubet bewirbt einen Sport-Willkommensbonus, der 100 Prozent der ersten Einzahlung ausmacht, bis zu 200 € — und für Spieler aus Deutschland, Österreich, Finnland, Norwegen und der Schweiz mit einem Höchstbonus von 300 € angegeben ist, bei einer Mindesteinzahlung von 20 €. In der Höhe liegt das über dem, was die österreichisch bewilligten Häuser vergleichbar ankündigen.
Die österreichische Bewilligung fehlt. Es liegt kein Landespapier vor, das genannte Papier der Marke ist Curaçao, und das ist keine österreichische Bewilligung. Die Rechtsposition von Wetten, die von ausländischen Servern angeboten werden, hängt am Recht des jeweiligen Landes und ist politisch und gerichtlich umstritten; eine österreichische Selbstsperre erreicht ein Konto dort nicht. Wer hier spielt, tut es außerhalb des österreichischen Schutzregimes.
Rechnet man das zusammen, ergibt sich ein klares Bild. Ein Wettkunde, der die größtmögliche Bonussumme sucht und sich über die Herkunft des Papiers keine Gedanken macht, findet bei Lunubet das größere Angebot. Ein Wettkunde, der im Streitfall eine heimische Behörde anrufen können will, hat sie nicht.
BetLabel: 100 Prozent auf der Startseite, Nullangaben darunter
BetLabel bewirbt auf seiner deutschsprachigen Startseite einen Bonus von 100 Prozent bis zu 100 € auf die erste Einzahlung. Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist stehen dort nicht. Diese drei Angaben entscheiden aber darüber, ob ein Angebot den Aufwand wert ist oder nicht.
Eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor, das genannte Papier ist Curaçao, und damit gilt das, was oben zum Graubereich steht. Für einen Anbieter, dessen Produkt als Sportwette vermarktet wird, ist eine Startseite ohne Konditionensatz kein Zufall, sondern eine Entscheidung: Die Zahl soll wirken, die Regel soll nicht abschrecken.
Wer dennoch spielt, nimmt eine Wette auf die eigenen Nachforschungen. Wer die Bedingungen vorher sehen will, muss sie an der Stelle einfordern, an der sie stehen, und sich nicht mit der Hälfte zufriedengeben, die beworben wird.
Winz.io: Krypto, 30 Sportarten und Boni ohne Umsatzanforderung
Winz.io kommt aus dem Krypto-Segment und bietet Sportwetten auf mehr als 30 Sportarten, unter anderem Fußball, Basketball, Tennis und eSports, dazu eine Rubrik „Welcome Sports Bonus“. Ein- und Auszahlungen laufen über Kryptowährungen wie BTC, ETH, LTC, BCH, DOGE, USDT, BNB, ADA, TRX, XRP und SOL.
Interessanter sind die Bonusbedingungen, weil sie das Gegenmodell zu allem sind, was die österreichisch bewilligten Häuser anbieten. Winz.io wirbt mit Boni ohne Umsatzbedingungen — der Willkommensbonus von bis zu 10.000 $ oder 130 mBTC ist allerdings ein Casino-Angebot und gilt nicht für Sportwetten — und mit 20 Prozent täglichem Cashback ohne Limit; das Treueprogramm WinzUp bietet bis zu 35 Prozent Rewards. Ein Bonus ohne Umsatzanforderung ist eine andere Konstruktion als eine Freiwette mit dreijähriger Frist: Was fehlt, ist die Verpflichtung, den Gegenwert vorher durchzusetzen.
Für die Bewilligungsfrage gilt das Nämliche. Keine österreichische Bewilligung, als Papiere werden die Tobique Gaming Commission 0000002 und Anjouan ALSI-202508056-FI2 genannt, keine österreichische Aufsichtsbehörde, keine Selbstsperre, die dorthin reicht.
Der Nutzen dieser Marke hängt damit stark an der Zahlungsart. Wer ohnehin in Kryptowährungen wirtschaftet, findet hier ein Wettangebot mit breitem Sportbuch und einem Bonusmodell, das auf Umsatzanforderungen verzichtet — ein Zugeständnis, das im Vergleich mit den Konditionensätzen der österreichischen Anbieter auffällt.
BetAlright: Vier Aktionen, keine bekannte Aufsicht
BetAlright bewirbt im Sportbereich einen Erstzahlungsbonus von 100 Prozent bis 250 €, dazu einen wöchentlichen Reload-Bonus von 25 Prozent bis 250 €, Cashback von 10 Prozent bis 500 €, einen Accumulator Boost und Early Payout. Vier Aktionen nebeneinander sind für einen Neukunden schwer zu bewerten: Was der Kombi-Boost bringt, hängt an jeder einzelnen Kombination, und was der Reload-Bonus wert ist, hängt daran, wie oft man überhaupt wieder einzahlt.
Bedingungen stehen in der Übersicht nicht. Bei einer österreichischen Bewilligung fehlt es ohnehin; das Papier der Marke ist nicht ersichtlich, und damit gibt es auch keine Stelle, an der man es nachlesen könnte. Wer sich für BetAlright entscheidet, entscheidet sich für ein Produkt ohne österreichische Aufsichtsspur und ohne eine einzige Angabe zu Umsatz, Mindestquote oder Frist.
Wer Cashback als das liest, was es ist — eine Rückvergütung auf Verluste verwandelt in Guthaben —, sieht den echten Wert eines solchen Pakets. Ein Haus, das vier Aktionen bewirbt und keine Bedingung nennt, hat sich für die Reihenfolge entschieden: erst die Zahl, später das Kleingedruckte.
NEO.bet: 25 € Freiwetten zum App-Download
NEO.bet bewirbt in seiner App-Beschreibung bei der Ersteinzahlung einen Bonus von bis zu 100 € sowie zusätzlich 25 € Freiwetten nach App-Download und Registrierung. Die konkreten Umsatzbedingungen stehen in den Promotionsbedingungen und sind in der App-Beschreibung nicht genannt. Wer bereits eine Einzahlung plant, bekommt hier also zwei Dinge: einen einzahlungsabhängigen Bonus und einen zweiten Gegenwert, der an eine Handlung — Download und Registrierung — gebunden ist, nicht an Geld.
Das ist der einzige Fall in diesem Vergleich, in dem eine Freiwette an eine App-Nutzung gekoppelt ist, und der Unterschied lohnt die Aufmerksamkeit. Die 25 € Freiwetten sind der nähere Gegenwert eines echten Gratis-Bausteins; der einzahlungsabhängige Teil ist es nicht. Die Auflagen des Gratis-Bausteins stehen wiederum dort, wo die App-Beschreibung nicht hinreicht.
Wer eine Wette ohne eigenes Kapital sucht, wird hier am ehesten fündig. Wer die Auflagen vor der Registrierung sehen will, muss sie sich auf der Aktionsseite holen — die App-Beschreibung genügt dafür nicht.
Slotimo: Sportbonus mit klarer Frist
Slotimo Österreich nennt für den Sport-Willkommensbonus 100 Prozent auf die erste Einzahlung bis zu 100 €, nur für neue Spieler, mit einem Reload-Sportbonus von 50 Prozent bis zu 50 €. Beim Willkommenspaket beträgt die Mindesteinzahlung je Teilangebot 20 €; vor einer Auszahlung des Bonus ist die Umsatzanforderung zu erfüllen, und die Frist beträgt in der Regel 30 Tage ab Kontoeröffnung.
Diese 30 Tage sind der eine Punkt, an dem sich das Angebot von den österreichisch bewilligten Häusern abhebt — und nicht zu dessen Vorteil. Die drei Jahre, die win2day für seine Freiwetten einräumt, sind eine andere Zeitrechnung als ein Monat ab Kontoeröffnung. Wer den Bonus in einem ruhigen Monat nicht durchsetzt, verliert ihn. Die 20-Euro-Untergrenze pro Teilangebot ist dagegen niedrig genug, um sie als Einstieg zu wählen.
Eine österreichische Bewilligung ist für Slotimo nicht belegt, und damit gilt auch hier der Hinweis zum Graubereich. Wer die Frist als machbar ansieht und den Bonus in einem Zug durchspielt, hat die Bedingung im Griff; wer unregelmäßig setzt, sollte die Uhr im Auge behalten.
Boomerang-Bet: Doppelter Umsatz je nach Land
Boomerang-Bet nennt für den Sportwetten-Ersteinzahlungsbonus 100 Prozent der ersten Einzahlung bis 100 €, für Spieler aus Finnland, Deutschland, Norwegen, der Schweiz und Österreich ein Maximum von 200 €, bei einer Mindesteinzahlung von 20 €. Der Bonus ist damit doppelt so hoch wie bei manchen Häusern dieser Liste, und die Mindesteinzahlung ist moderat.
Die Bedingungen sind der interessantere Teil. Laut Klausel 12 müssen Einzahlung und Bonus für Kunden aus Österreich — wie für Deutschland, Norwegen, Finnland und die Schweiz — fünfmal umgesetzt werden, für andere Länder sechsmal; der Abschnitt „How to Release“ nennt an anderer Stelle pauschal den sechsfachen Umsatz. Ein Haus, dessen eigene Bedingungen zwei verschiedene Zahlen für dieselbe Bedingung führen, liefert seinen Kunden einen Grund, im Streitfall auf die für sie günstigere zu verweisen — und zugleich einen Grund, die Bedingungen vor der Einzahlung vollständig zu lesen.
Dazu kommen die schon genannte Mindestquote von 1,50, bei Kombiwetten mindestens 1,50 je Auswahl, eine Frist von 30 Tagen nach der ersten Einzahlung, eine Obergrenze von 50 € pro Wette, die zum Umsatz zählt, und der Ausschluss von Einzahlungen per Skrill oder Neteller aus den qualifizierenden Zahlungen.
Wer 200 € Bonus, fünf- oder sechsfachen Umsatz, 30 Tage und eine 50-Euro-Deckelung pro Wette zusammenrechnet, kommt auf eine Aufgabe, die man in einem Monat nur mit regelmäßigem Einsatz bewältigt. Als Bonushöhe attraktiv, als Aufwand fordernd — und wegen der widersprüchlichen Klausel ein Fall, bei dem man die Fassung, die gilt, vorher erfragen sollte.
Betovo: Bonus in Dollar, Satz für Satz definiert
Betovo nennt für den Sport-Willkommensbonus auf die erste Einzahlung 100 Prozent bis zu 250 $, mit einer Mindesteinzahlung von 10 $, einer Mindestquote von 1,59 und der Umsatzangabe „Wette: 6“. Das Angebot gilt nur für Neukunden mit erster Echtgeld-Einzahlung und nur für Wetten in Sport und Live-Sport.
Der Umrechnungspunkt fällt sofort auf: Der Bonus ist in Dollar angegeben, während alle anderen Häuser dieser Liste in Euro rechnen. Wer in Euro einzahlt, geht ein Wechselkursrisiko ein, dessen Größe sich während der Laufzeit des Bonus ändern kann. Die Mindestquote von 1,59 liegt über dem, was Boomerang-Bet verlangt, aber unter dem, was manche Häuser fordern.
Das Sportbuch ist breit: Live-Wetten, Boosted-Quoten, eine Aktion „Winnings Boost“ sowie Fußball, Tennis, Basketball, Tischtennis, E-Sport, Eishockey, Volleyball, Handball, American Football und Pferderennen; außerdem wird eine App angeboten. Eine österreichische Bewilligung fehlt.
Wer Wert auf ein breites Live-Angebot und ein sportlich vielfältiges Buch legt, findet hier eine der breitesten Auswahlen im Vergleich — und muss dafür den Dollar-Bonus, die fehlende österreichische Bewilligung und die Abwesenheit einer heimischen Aufsicht in Kauf nehmen.
Bitz.io: Prämien ohne Umsatzbedingungen, aus einem Wallet
Bitz.io ist ein Krypto-Casino mit einem gemeinsamen Wallet für Slots, Live-Casino und Sportwetten. Prämien werden als echtes Geld ohne Umsatzbedingungen ausgezahlt, und die Aktionsseite führt unter anderem „Sport-Cashback“ und „+20 % Freebet“.
Das gemeinsame Wallet ist der Punkt, an dem sich dieses Haus von den anderen unterscheidet. Bei einem österreichischen Buchmacher sind Wettguthaben und Casinoguthaben oft getrennte Töpfe; hier liegen sie in einem, und eine Prämie aus dem Sportbereich ist damit sofort auch im Casino verfügbar. Für einen Wettkunden, der disziplinierte Trennung zwischen Wette und Casino will, ist das ein Nachteil, den niemand auf der Aktionsseite erwähnt.
Ähnlich wie bei den anderen Krypto-Häusern dieser Liste fehlt eine österreichische Bewilligung, und die Prämien ohne Umsatzbedingungen sind die Konstruktion des Hauses, nicht eine Regel des Marktes. Wer im Krypto-Ökosystem zuhause ist, für den ist das Angebot lesbar. Wer den Sport vom Casino getrennt halten will, sollte die Wallet-Struktur vorher verstanden haben.
Bets.io: Casino-Bonus mit Sportbedingungen daneben
Die deutschsprachige Startseite von Bets.io nennt als Willkommensangebot einen Casino-Bonus von 225 Prozent bis zu 1 BTC plus 225 Freispiele und weist ausdrücklich darauf hin, dass dieser Bonus für Casinospiele gilt und nicht für Sportwetten; im Rechtlichen wird zusätzlich auf eigene Sportbedingungen verwiesen.
Damit steht Bets.io in dieser Liste als Beispiel dafür, wie leicht ein Sportwettkunde eine Casino-Prämie mit einer Wettprämie verwechselt. Die Zahl auf der Startseite ist groß, sie ist aber an Slots und Live-Casino gebunden. Wer hier Sportwetten spielen will, muss den Sportbedingungen folgen, nicht dem beworbenen Paket — und eine österreichische Bewilligung liegt auch hier nicht vor.
Für den Vergleich der Freiwetten ist bei diesem Haus schlicht keine Sportprämie belegt. Wer Freiwetten sucht, findet sie anderswo in dieser Liste mit klarerem Bezug zum Sportbuch.
Was am Ende den Unterschied macht
Zehn Anbieter, und keine zwei Bedingungen, die sich gleichen. Der eine stellt fünf Freiwetten für einen Euro Einzahlung in den Raum und gibt drei Jahre Zeit. Der andere verlangt fünf- oder sechsfachen Umsatz in 30 Tagen und führt in seinen eigenen Bedingungen zwei verschiedene Zahlen für dieselbe Auflage. Ein drittes Haus setzt vier Aktionen nebeneinander und nennt keine einzige Frist. Ein viertes verweist auf einen Casino-Bonus, wenn man nach Sportwetten sucht.
Die erste Frage ist trotzdem nicht die nach der Bonushöhe. Sie ist die nach dem Papier. Fünf Anbieter in dieser Liste nennen eine Bewilligung eines österreichischen Bundeslandes, und bei zwei davon fehlen Land und Bescheidnummer. Es gibt keine nationale Stelle, die ein Verzeichnis führt, und keine, bei der man die Bewilligung eines Anbieters zentral abfragt. Wer sie prüfen will, liest das Impressum des Anbieters, sucht die Bescheidnummer und fragt die genannte Landesregierung. Das kostet einen Anruf und beantwortet die Frage, die vor jeder Quote steht.
Die zweite Frage ist die nach dem Aufwand, nicht nach der Zahl. Eine Freiwette mit dreijähriger Frist auf Einzelwetten mit exaktem Einsatz wie bei win2day ist eine andere Aufgabe als ein 200-Euro-Bonus mit fünffachem Umsatz, 30-Tage-Frist und 50 Euro Umsatzdeckel pro Wette wie bei Boomerang-Bet. Wer zehn Wetten im Monat spielt, für den ist das eine; wer zwei spielt, für den ist es eine andere. Und das Kriterium, das beide Angebote verbindet: Der Wettschein, der aus einer Freiwette entsteht, gewinnt mit derselben Wahrscheinlichkeit wie der aus eigener Tasche — nur der Einsatz, den man verlieren kann, ist ein anderer.
Die dritte Frage ist die nach der Zahlungsart, und sie wird von den Anbietern am wenigsten offen beantwortet. Ein Ausschluss von Skrill- und Neteller-Einzahlungen aus der Bonusqualifikation, ein 1.000-Euro-Wochendeckel bei Barzahlung, ein auf eine Währung lautender Bonus — jeder dieser Punkte kann ein Angebot in der Praxis entwerten, und keiner davon steht in der Werbebotschaft.
Wo bleibt der Wettkunde ohne besondere Anforderungen? Bei win2day, wenn er Einzelwetten ohne Kapitaleinsatz ausprobieren will, weil ein Euro Einzahlung und drei Jahre Frist so niedrige Hürden sind, wie sie im Markt vorkommen. Bei tipp3, wenn er die Kostenstruktur unter Verlusten für sich rechnen lässt und die Wettgebühr beim Verlust dem Anbieter überlässt. Bei einem Haus mit Krypto-Buch, wenn der Zahlungsweg ohnehin dieser ist.
Häufige Fragen zu Freiwetten bei österreichischen Wettanbietern
Welche Wettanbieter bieten eine Freiwette an, und unter welchen Bedingungen?
In dieser Vergleichsliste ist die Freiwette bei win2day am klarsten dokumentiert: fünf Freiwetten zu je 10 € nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €, drei Jahre nutzbar, nur für Einzelwetten, genau in Höhe des FreeBet-Betrags zu setzen und nicht auszahlbar. Bei den übrigen Häusern nennt die Aktionsseite den Gegenwert, oft ohne Umsatz, Mindestquote und Frist an derselben Stelle.
Wird der Einsatz einer Freiwette bei einem Gewinn mit ausgezahlt?
Nein. Bei einer Freiwette zahlt der Anbieter nur den Gewinnteil aus, nicht den Einsatz. win2day formuliert es so, dass der Gewinn dem Bruttowert abzüglich des Einsatzes entspricht; bei Quote 2,00 und 10 € Freiwette bleiben demnach 10 € Gewinn, nicht 20 € Auszahlung.
Wie berechnet sich der mögliche Gewinn aus Gesamtquote und Freiwetten-Einsatz?
Man multipliziert den Freiwetten-Einsatz mit der Gesamtquote und zieht den Einsatz wieder ab. Bei 10 € Freiwette und Quote 3,00 ergibt das 30 € Bruttowert und 20 € Gewinn. Für Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der Auswahlen zur Gesamtquote, bevor dieser Schritt angewendet wird.
Gilt eine Freiwette auch für Kombiwetten und Systemwetten?
Bei win2day ausdrücklich nicht: Dort gelten die Freiwetten nur für Einzelwetten, Systemwetten sind ausgeschlossen. Bei Boomerang-Bet sind Kombiwetten dagegen zulässig, allerdings mit der Auflage, dass jede einzelne Auswahl eine Mindestquote von mindestens 1,50 erreicht — eine Auflage, die Kombiwetten aus Favoriten praktisch aus dem Bonus herausnimmt.
Ist bei einer Freiwette Cash-out möglich?
Bei win2day ist die Cash-Out-Funktion bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, deaktiviert. Wer eine Freiwette einsetzt, kann die Wette also nicht vorzeitig schließen, um einen Teilwert zu sichern, und ist bis zur Entscheidung des Ereignisses gebunden. Bei den übrigen Anbietern dieser Liste wäre die Frage jeweils in deren eigenen Bedingungen zu prüfen.
Gibt es Freiwetten ohne Einzahlung, und welche Auflagen sind damit verbunden?
Unter den zehn hier verglichenen Marken ist keine Freiwette ohne jede Einzahlung vertreten; die Angebote hängen an einer ersten Einzahlung, bei win2day an einem Euro, bei Boomerang-Bet und Slotimo an 20 €. Wer eine Gratiswette ohne Einzahlung sucht, findet sie bei Häusern außerhalb dieser Liste, und dort mit Auflagen, die sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden.
Bonus – systemwettengewinn
Inhalt erstellt vom Team «systemwettengewinn»
