Sportwetten Bonus Bestandskunden 2026: Freiwetten, Rewards und was sie kosten
Ladevorgang...
Stand: Oktober 31, 2026. Bewilligungsangaben der besprochenen Anbieter wurden gegen die Impressen und Wettordnungen der Betreiber geprüft; ein bundesweites Verzeichnis der Buchmacher gibt es nicht.
Kaum ein Werbesatz nervt mich so wie „risikofrei“. Bei Sportwetten ist keine Wette risikofrei ab dem Moment, in dem Sie auf Senden drücken, und schon gar nicht eine Freiwette. Was bei Bestandskunden in Österreich tatsächlich ankommt, sind fünf FreeBets zu je 10 €, ein umsatzfreier Krypto-Bonus oder ein Cashback auf die Nettoverluste der Vorwoche — und in jedem dieser Fälle entscheidet eine Fußnote darüber, ob davon mehr übrig bleibt als ein Beleg für die eigene Gutgläubigkeit.
Die Freiwette ist genau deshalb die ehrlichste Bauform eines Bonus. Ihr Wert steht im Reglement und lässt sich nachrechnen, während die „100 % bis 100 €“ auf jeder Startseite eine Zahl über die Einzahlung ist und keine über den Ertrag. Bestandskunden-Angebote sind, daran gemessen, seltener als Startangebote — dafür werden sie im Alltag interessanter, sobald ein Konto steht. Wer eine Einstiegsaktion hinter sich hat, kommt nicht wieder in die Nähe einer zweiten.
Wettgebühr, Bewilligung, Wettordnung, Spielerschutz: Der Katalog klingt nach Beamtenfernsehen, und bei einigen Anbietern ist er das auch. Er entscheidet trotzdem über jede Aktion. Ein Prozentwert in einer Werbeanzeige und ein Prozentwert im Gesetz lesen sich gleich und meinen Verschiedenes.
Grundlagen: wie sich Aktionen für bestehende Konten von Startangeboten unterscheiden
Wer ein Konto neu eröffnet, bekommt die Aufmerksamkeit geschenkt. Bestandskunden müssen von der Anmeldung niemanden mehr überzeugen. Entsprechend ist die Grammatik eine andere: Das Startangebot hängt an der Ersteinzahlung, während die Aktion für ein bestehendes Konto entweder ebenfalls nachschießt — eine Reload-Aktion — oder ohne einen Cent von Ihnen auskommt, weil die Freiwette nur an eine Registrierung und einen App-Download gebunden ist. Ein Reload-Sportbonus in Österreich läuft mit 50 % bis 50 € und ist damit erkennbar kleiner als das, was dasselbe Haus Neukunden bietet — was niemanden überraschen sollte, der schon einen Kaffee in einem Haus bekommen hat, das ihn kennt.

Hinter dem Wort „Bonus“ stecken fünf Dinge, die völlig unabhängig voneinander arbeiten.
Beim Ersteinzahlungsbonus geben Sie zuerst Geld ein, meist mit einer Mindesteinzahlung von 10 €, 20 € oder 19 €, weil diese Schwelle quer durch die Branche lauwarm gewürfelt wirkt. Beim Stammgeld in der Schweiz und in Finnland, Norwegen und Österreich hebt eine Reihe von Häusern das Maximum auf 200 €, wenn Sie zuerst einzahlen. Wer bewusst spielt, kann das eintüten und den Rest einfach laufen lassen — und trotzdem ist der Ablauf derselbe: Sobald ein Bonus auf dem Konto liegt, sind Bedingungen daran gekoppelt, die im Kleingedruckten stehen, und jede einzelne davon kann den Ertrag verändern.
Bei einer Freiwette gibt man Ihnen einen Betrag ohne Gegenleistung. Bei einer Freiwette zahlt man Ihnen hingegen niemals den Einsatz aus. Verlieren Sie, ist die Aktion verbraucht. Gewinnen Sie, erhalten Sie den Gewinn und nicht den Einsatz. Dies ist die wichtigste Unterscheidung im ganzen Bereich. Ein Gratisguthaben von 10 € ist kein Geschenk von 10 €, unabhängig davon, ob es als „Gratiswette“ oder „FreeBet“ beworben wird. Bei tipp3 ist der Abzug inzwischen Routine, und das seit dem 1. Jänner des vorigen Jahres. Bei win2day steht die Freiwette im Reglement und läuft aus, wie sie geschrieben sind: genau in Höhe des FreeBet-Betrags, als Einzelwette, nicht als Systemwette, drei Jahre lang nutzbar und nicht auszahlbar.
Der Cashback zahlt einen Anteil der Nettoverluste der Vorwoche per Woche, zum Beispiel 10 % bei Hahaspin. Nichts wird versteigert, nichts müssen Sie umsetzen. Dass das weniger aufsehenerregend aussieht als „100 % Bonus“, liegt daran, dass es das auch ist — und dass es bei Hahaspin auch noch in derselben Woche erledigt sein muss.
Der letzte Mechanismus kennt keine Umsatzhürde, dafür eine deutlich anspruchsvollere Bonusart: Bei Bitz und Winz werden die Prämien in echtem Geld ausgezahlt, ohne Umsatzbedingungen. Das sieht großzügig aus. Der Haken steckt darin, dass „ohne Umsatzbedingungen“ nichts über den Mindestbetrag sagt, über dem ein solcher Bonus gilt, und auch nichts darüber, wie oft die Aktion noch läuft.
Das Wesentliche an einer Aktion für Bestandskunden passt in einen Satz: Sie wird für die eine Woche bezahlt, in der Sie wieder einzahlen — nicht für ein ganzes Mitgliedsjahr.
Der Vergleich startet trotzdem bei der Einzahlung, und die ist ein Kostenposten: Wer 100 € einzahlt und 100 € Bonus nach 5-fachem Umsatz freispielen soll, muss 500 € an Wetteinsatz bewegen, ehe der Bonus ausgezahlt wird. Das ist kein Kapital, das verloren geht, aber es ist Einsatz, der über den Tisch geht.
Wie Sie Angebot und Gegenwert auseinanderhalten
Bei einem Angebot, das eine Einzahlung verlangt, gilt der Bonusbetrag als Bemessungsgrundlage, und wenn dort steht, dass der Bonus selbst im Umsatz eingerechnet wird (Bonus plus Einzahlung), dann gilt der andere Betrag. Auch das Eintauschen des Bonus in Gruppen entspricht demselben Muster: Es ist der Bonus, der sich mehrfach umsetzen muss, nicht die Einzahlung.
Die Umsatzbedingungen rechnen sich nicht von selbst. Eine 5-fache Umsatzauflage auf 100 € Bonus bedeutet 500 € an Einsätzen, und wenn zudem höchstens 50 € pro Wette angerechnet werden, zerfällt diese Summe auf mindestens zehn Wetten, unabhängig davon, wie hoch Ihr üblicher Einsatz ist. Bei kleineren Beträgen wird daraus eine Reihe von sehr vielen Wetten. Bei einer Freiwette ist die Rechnung anders: Es gibt keinen Umsatz, sondern nur einen möglichen Gewinn, der nicht dem Einsatz entspricht.
Bei einem drehenden, 30 Tage laufenden Bonus ist die Frist das eigentliche Kriterium. Was nach Ablauf noch nicht freigespielt war, verfällt mit dem Großteil der Anbieter.
Wichtig zu wissen: Eine Bonuszahlung von 20 % auf Ihre erste Einzahlung ist nicht nur eine Zahl auf der Startseite. Bei Freiwetten verwandelt sich der Gewinn nicht in eine Auszahlung, sondern in Guthaben. Und eine von der Wette abgezogene Gebühr von 5 % wirkt auf beide — Gewinn und Bonus — und nicht nur auf den Gewinn aus einer Gratiswette.
Genau an dieser Stelle lohnt sich die Einschränkung: Verlieren Sie mit einer Freiwette, ist die Aktion vorbei. Gewinnen Sie 20 € bei einer 10-€-Freiwette, kommen keine 20 € bei Ihnen an, weil der Einsatz nicht ausgezahlt wird. Welche Währung am Ende ausbezahlt wird, entscheidet die Wettordnung des Hauses, nicht die Werbung.
Wann eine Freiwette etwas wert ist und wann nur Aufwand
Sie ist etwas wert, wenn drei Dinge zusammenkommen: Der Betrag liegt in der Nähe Ihres üblichen Einsatzes, die Mindestquote ist eine, die Sie ohnehin spielen würden, und das Haus schreibt vor, dass die Wette genau in Höhe des Freiwetten-Betrags gesetzt wird. Fehlt einer dieser drei Punkte, wird aus dem Geschenk eine Aufgabe: Bei einer Mindestquote von 1,59 sammeln Sie jeden Außenseiter, den Sie sonst liegen lassen, und bei einer Wette, die genau 10 € betragen muss, ist Ihre 15-€-Idee nicht mehr spielbar.
Denselben Effekt, nur gröber, hat die Auszahlungssperre. Wer bei einem Krypto-Haus mit „ohne Umsatzbedingungen“ wirbt, hat keinen Umsatz abzuleisten, aber auch keine Wartezeit; die Auszahlung des Guthabens kann trotzdem vom Haus abhängen und nicht von einer Quote. Dass eine Bonusaktion nach Ablauf nicht mehr storniert wird, sondern verfällt, ist branchenüblich, aber der Unterschied liegt darin, wie lange Sie warten und ob Sie inzwischen überhaupt noch spielen wollen.
Wer ein Angebot zum ersten Mal nutzt, sollte den zentralen Begriff der Aktion im Kopf behalten: Ein Bonus ist nicht als Geschenk unterwegs, sondern als eine Wette, die Sie auf Zeit abschließen. Wer das einmal akzeptiert hat, wird seltener von der eigenen Hoffnung überrascht.
Bei einer Freiwette fallen alle Bedingungen auf einmal weg, weil der Einsatz der Freiwette selbst nicht zurückgezahlt wird. Der Unterschied zwischen einem Bonus und einer Freiwette ist damit vor allem ein Unterschied in der Frage, ob der Vertrag ein Risiko kennt oder nicht — und das ist der Grund, warum eine Freiwette einem neuen Kunden leichter verkauft wird.
Rechtslage: keine Vorschrift zu Sportwetten-Boni, Bewilligung bei den Bundesländern
Wer eine Regelung sucht, die einem Buchmacher vorschreibt, wie hoch ein Bonus sein darf, wie oft er umzusetzen ist oder wie lange eine Frist laufen muss, findet sie nicht. Es gibt keine solche Vorschrift. Keine Behörde, kein Gesetz, keine Verordnung in Österreich befasst sich damit, was ein Sportwetten-Bonus enthalten muss. Beträge, Umsatzbedingungen, Mindestquoten und Fristen sind ausschließlich das, was der Betreiber in seinen eigenen Bedingungen festhält. Die zwei Sätze, die daraus folgen, sind unbequem: Ein Bonus ist keine Leistung, auf die Sie einen Anspruch haben, und die Bedingungen, unter denen er gewährt wird, darf jedes Haus so schreiben, wie es ihm passt.

Der Grund, warum es so ist, liegt in der Konstruktion des österreichischen Rechts. Sportwetten sind bundesrechtlich kein Glücksspiel. Die klassische Sportwette gilt als Geschicklichkeitsspiel außerhalb des Glücksspielgesetzes. Das hat Folgen, die weit über den Bonus hinausgehen: Es gibt keine bundesweite Lizenz, keine nationale Aufsichtsbehörde, kein bundesweites Verzeichnis der Buchmacher, kein bundesweites Sperrregister und keine bundesweit geltende Einzahlungsgrenze für Sportwetten.
Was es gibt, ist die Bewilligung. Wer in Österreich Sportwetten annehmen will, braucht sie, und zuständig ist jenes Bundesland, in dem er tätig wird. Jedes der neun Länder hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Behörde. Niederösterreich regelt es im NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Wien im Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich im Oö. Wettgesetz. „Konzession“ ist ausdrücklich das Wort des Bundes für Lotterien und Casinos und nicht für Sportwetten; wer eine Sportwetten-Bewilligung „Konzession“ nennt, hat die Regime verwechselt.
Für Online-Wetten hängt die Bewilligung nach der Rechtsprechung an dem Ort, von dem aus der Betreiber die Daten bereitstellt. Das ist die entscheidende technische Nuance des ganzen Themas, weil sie erklärt, warum eine maltesische oder curaçaoische Lizenz in Österreich keine Bewilligung ist und warum umgekehrt ein Anbieter mit Server im Ausland nicht automatisch verboten ist. Der Rechtsstatus ausländisch gehosteter Online-Sportwetten ist nicht geklärt, sondern hängt vom jeweiligen Land ab; die Frage wird prozessiert und politisch geführt. Wer heute schreibt, es sei „in Österreich illegal“, hat den Sachverhalt verkürzt. Wer schreibt, es sei „in Österreich legal“, ebenfalls.
Was eine Bewilligung wert ist und was nicht
Österreich hat keine nationale Sportwetten-Lizenz und keine nationale Liste. Die Bewilligung ist daher die einzige überprüfbare Angabe, und sie trägt den Namen einer Landesbehörde, nicht den einer Bundesstelle. Bei tipp3 findet man sie im Impressum: Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz mit Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Bei win2day findet sie sich in der Wettordnung, ausgestellt von derselben Landesregierung, und gilt nur für die Sportwetten: Lotterie und Casino-Games von win2day laufen unter der Konzession nach dem Glücksspielgesetz, einem anderen Regime. Diese beiden Bereiche sind nicht dasselbe, und in der Kommunikation vieler Häuser werden sie noch nicht einmal auf derselben Seite genannt.
Bei Merkur Bets und bei Starsportwetten nennt der Betreiber kein Land und keine Bescheidnummer. Das ist kein Widerspruch zu ihrer Tätigkeit, aber es bedeutet, dass ein Leser die Bewilligung nicht selbst nachschlagen kann. Vierklee nennt eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung mit Zahl IIa.10.065/144-0, Admiral eine Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Sechs der besprochenen Häuser tragen also eine Bewilligung, die irgendwo einsehbar ist — bei den anderen beiden steht zumindest das Land und die Zahl. Und im Hinblick auf den Wohnsitz der Bewilligungsbehörde ist es dieselbe Frage, die sich bei der Serverfrage stellt: Wo liegt der Ort, von dem aus der Anbieter tätig wird?
Wer ein Haus ohne Bewilligung spielt, muss wissen, dass er den Ort nicht kennt, an dem eine Aufsicht greift, und dass es keine Stelle gibt, an die er sich wenden kann, wenn der Anbieter den Bonus kürzt, das Konto sperrt oder die Auszahlung verweigert.
Verantwortung: Limits, Pausen und Sperren liegen beim einzelnen Anbieter
Der Punkt, an dem die Branche am liebsten von sich selbst ablenkt. Es gibt in Österreich keine gesetzliche Pflicht, die einem Sportwetten-Anbieter vorschreibt, Einzahlungslimits anzubieten. Kein bundesweites Limit, kein länderübergreifendes Sperrregister, kein verbindliches Einzahlungs- oder Verlustlimit. Was ein Haus anbietet, ist seine eigene Entscheidung. Wie die konkrete Begrenzung aussieht, ist Verhandlungssache zwischen Ihnen und dem Anbieter — und die kann sehr unterschiedlich ausfallen.
Ein Beispiel für ein solches Limit: Bei den Sportwetten von win2day gilt ein Einzahlungslimit von 250 € pro Woche, solange man jünger als 26 ist, und von 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren, mit der Möglichkeit, es jederzeit zu erhöhen. Gewinne zählen nicht zum Limit. Die beiden Zahlen sagen mehr über das Haus als über die Kundschaft: Das Wochentlimit fällt bei jüngeren Kunden auf einen Betrag, den man mit einem gewöhnlichen Freizeitbudget durchaus erreichen kann, und die Altersgrenze liegt bei 26, also nicht beim ersten Konto, sondern mitten in der Zeit, in der Haushalte, Mieten und erste Vollzeitjobs zusammenkommen.
Bei tipp3 gibt es eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, während der das Guthaben im Konto bleibt, sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, bei der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird. Beide Maßnahmen sind nach dem Start nicht aufhebbar. Das ist die einzige Funktion im ganzen Anbieter-Set, die einen Monetarisierungsvorgang mit einer Unterbrechung der Einnahmen verbindet, und man sollte es den Häusern zugutehalten, die eine so harte Konsequenz akzeptieren. So schmerzhaft es klingt: Ein Haus, das die eigene Selbstsperre nicht aufheben kann, hat sich selbst entwaffnet. Kein Anbieter wird das laut sagen. Es ist trotzdem der Unterschied.
Was das für den Bonus bedeutet
Die Selbstsperre ist die einzige Anweisung im ganzen Katalog, die ihr Ziel erreicht, unabhängig davon, wie häufig sie unterbrochen wird, weil sie nicht unterbrochen werden kann. Der Preis dafür ist, dass der Anbieter sie nicht mehr beenden darf, wenn der Kunde es sich anders überlegt.
Die Bewilligung allein ist keine Spielerschutzgarantie. Einen Bonus, den man in der Spielpause erhält, darf man womöglich behalten und später setzen, und die Frage, wie solche Regeln aussehen, steht im Kleingedruckten.
Von einer Regelung, die Buchmacher zu Einzahlungslimits oder Verlustlimits verpflichten würde, ist man in Österreich weit entfernt; sie wird gefordert, aber nicht beschlossen. Das ist einer der wenigen Bereiche, in denen der Kunde mehr Informationen hat als der Anbieter, wenn er sich die Mühe macht, sich sein eigenes Limit zu setzen, bevor er sich ein Konto eröffnet.
Bonusarten und Freiwetten: was Umsatz, Mindestquote und Frist aus einer Aktion machen
Bei einem Bonus mit Umsatzbedingung ist der Umsatz das Kriterium, das zählt. Alles andere ist Verhandlungssache oder Größe des Angebots — interessant, aber nicht entscheidend für den Ertrag. Und bei dem, was die Häuser derzeit zeigen, ist die Spannweite groß genug, dass sie mehr über die Preisgestaltung als über die Spielerschaft aussagt.
Bei Boomerang-Bet liegt der Ersteinzahlungsbonus für Sportwetten bei 100 % der ersten Einzahlung bis 100 €, für Spieler aus Österreich zusammen mit Deutschland, Norwegen, Finnland und der Schweiz bis 200 €, bei einer Mindesteinzahlung von 20 €. Die Klausel 12 der Promotionsbedingungen fordert für Kunden aus Österreich eine 5-fache Umsetzung von Einzahlung und Bonus, für andere Länder eine 6-fache; der Abschnitt „How to Release“ nennt dagegen pauschal x6. Der Widerspruch steht in den Bedingungen selbst, 5-mal und 6-mal, und wer sich nicht auf den Abschnitt beruft, den es begünstigt, sollte sich vorher vergewissern, welcher Satz gilt.
Bei Boomerang-Bet gilt bei Kombiwetten eine Mindestquote von mindestens 1,5 je Auswahl, die Umsatzbedingungen sind innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Einzahlung zu erfüllen, und pro Wette zählen höchstens 50 € zum Umsatz. Einzahlungen per Skrill oder Neteller gelten dort nicht als qualifizierende Einzahlungen für den Sport-Erstbonus. Diese letzte Klausel ist die praktischste im ganzen Absatz: Sie verschiebt die Frage von der Quote zur Zahlungsart.
Die Zahlen von Boomerang-Bet sind genau der Fall, für den die Rechnung gut ist. Angenommen, es bleibt bei der 5-fachen Umsetzung: 200 € Bonus plus 200 € Einzahlung ergeben 400 €, die fünfmal umzusetzen sind — macht 2.000 € an Einsätzen. Bei höchstens 50 € je Wette sind das mindestens 40 Wetten. Das ist keine Wochenendaufgabe mehr, sondern ein Programm. Wer das nicht will, sollte beim selben Haus die 100 € mit 100 € Einzahlung wählen, was nach derselben Logik 400 € Einzahlung und Bonus ergibt, also 2.000 € — und das ist der Punkt: Wer den Bonus nur einsetzt, um ihn freizuspielen, arbeitet bei jedem Euro über 200 € mit demselben Faktor.
Für die Bewertung der Aktion gehört an ihre Seite, was der gesamte Markt den Betreibern lässt. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt zu Quoten von 1,90 und 1,90 liegt die Auszahlungsquote des Marktes bei rund 95 %, die Marge also bei ungefähr 5 %. Setzt man die 2.000 € Umsatz aus dem Beispiel an, kostet das im Durchschnitt etwa 100 €. Der Bonus ist am Ende also nur dann ein Vorteil, wenn Sie ihn im Rahmen Ihres normalen Spiels erreichen würden.
Die zweite Rechnung ist die Gratis-Wette. Win2day gibt in seinem Sportwetten-Bereich fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €) nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Die FreeBets sind drei Jahre nutzbar, gelten nur für Einzelwetten, sind nicht für Systemwetten geeignet, müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Die drei Jahre machen sie zum kundenfreundlichsten Detail am österreichischen Markt in dieser Liste.
Wer dagegen Sportwetten als FreeBet spielt, muss auf die Cash-Out-Funktion verzichten; bei win2day ist sie für FreeBet-Wetten deaktiviert. Die fünfjährige Laufzeit der FreeBets mildert das ab, die Grundregel nicht: Kein Ausstieg nach dem Anpfiff, keine Chance, sich aus einem schlecht gelaufenen Spiel zu lösen.
Slotimo Österreich bewirbt einen Sport-Willkommensbonus von 100 % auf die erste Einzahlung bis 100 €, nur für neue Spieler, mit Bedingungen auf der Website; der Reload-Sportbonus beträgt 50 % bis 50 €. Die Mindesteinzahlung liegt bei den Teilangeboten des Willkommenspakets bei 20 €, vor einer Auszahlung des Bonus ist die Umsatzanforderung zu erfüllen, und die Frist beträgt in der Regel 30 Tage ab Kontoeröffnung. „In der Regel“ ist in einer Bonusbedingung das Gegenteil von beruhigend. Wer die Aktion rechnen will, muss sich die konkrete Frist aus dem jeweiligen Angebot holen und darf sich nicht auf die Faustregel verlassen.
Betovo nennt für seinen Sport-Willkommensbonus 100 % bis 250 $, eine Mindesteinzahlung von 10 $, eine Mindestquote von 1,59 und die Umsatzangabe „Wette: 6“; er gilt nur für Neukunden mit erster Echtgeld-Einzahlung und nur für Wetten in Sport und Live-Sport. Eine Quote von 1,59 ist ungefähr das, was man bei einer soliden Favoritenwette bekommt, und für ein Haus in dieser Preisklasse ist sie keine überraschend harte Hürde. Die Angabe „Wette: 6“ ist dagegen keine Angabe: Wer wissen will, ob Einzahlung, Bonus oder beides sechsmal umgesetzt werden muss, findet in der Beschreibung keine Antwort. Der Unterschied zwischen „6-mal 250 $“ und „6-mal 500 $“ ist der ganze Ertrag.
Boomerang-Bet ist auch das Haus, das die Kombination aus Zahlungsart und Bonus am deutlichsten vorführt: Skrill und Neteller sind als Einzahlung ausgeschlossen, obwohl sie im Alltag bequem sind. Man kann das als Schikane lesen. Man kann es auch als Hinweis darauf lesen, wie sehr der Bonus an die erste echte Einzahlung geknüpft ist.
Unsere Auswahl: zehn Häuser, zwei Gruppen, eine Reihenfolge von Bewilligung nach Bewilligung
Was in den folgenden Abschnitten zu lesen ist, lässt sich in einer Zeile zusammenfassen: wer eine Bewilligung nachweisen kann, wer nicht, und was das für das eigene Konto bedeutet.
| Anbieter | Bewilligung oder keine | Betreiber bzw. gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| tipp3 | Ja — Bewilligung der NÖ Landesregierung | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.; NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 |
| win2day | Ja — Bewilligung der NÖ Landesregierung, nur Sportwetten | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH; NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 |
| Merkur Bets | Ja — Bewilligung, Land nicht veröffentlicht | Betreiber nicht genannt; früher Cashpoint Sportwetten, Sitz Gerasdorf bei Wien, seit Juni 2025 unter Merkur Bets |
| Vierklee | Ja — Bewilligung der Tiroler Landesregierung | Vierklee Wettbüro GmbH; Zl. IIa.10.065/144-0 |
| Starsportwetten | Ja — Bewilligung, Land nicht veröffentlicht | Star Sportwetten GmbH; Bescheid vom 8. März 2022 ohne Angabe von Land und Zahl |
| Admiral | Ja — Bewilligung der OÖ Landesregierung | ADMIRAL Sportwetten GmbH, Gumpoldskirchen; Bewilligung nach dem Oö. Wettgesetz |
| Ybets | Nein — ohne österreichische Bewilligung | Marke ohne Land-Bewilligung; Bewilligung der Marke: Anjouan ALSI-202411003-FI1 |
| Neo | Nein — ohne österreichische Bewilligung | Marke ohne Land-Bewilligung; Bewilligung der Marke: MGA (Malta) |
| 22Bet | Nein — ohne österreichische Bewilligung | Marke ohne Land-Bewilligung; Bewilligung der Marke: Curaçao |
| Hahaspin | Nein — ohne österreichische Bewilligung | Marke ohne Land-Bewilligung; Bewilligung der Marke: nicht bekannt |
Der Vergleich endet dort, wo die Daten enden, und das sollte man beim Lesen der Tabelle im Kopf behalten. Eine Land-Bewilligung sagt, dass eine Behörde den Betrieb erlaubt hat. Sie sagt nichts über die Höhe eines Bonus, nichts über die Auszahlungsgeschwindigkeit und nichts über die Zahl der Live-Märkte. Ein Haus ohne Land-Bewilligung kann kulanter sein als eines mit. Was es nicht kann, ist Ihnen eine österreichische Stelle nennen, an die Sie sich bei einem Streit wenden; die ausländische Lizenz — Malta, Curaçao, Anjouan — liefert Ihnen in Österreich keinen Ansprechpartner.
Zwei Häuser aus dieser Liste haben eine Bewilligung, die man tatsächlich nachlesen kann, und vier weitere nennen wenigstens das Land. Bei den vier Häusern ohne Bewilligung ist die Liste nicht die Liste des Verbotenen, sondern eine Liste der Abwesenheit: Niemand in Österreich hat den Betrieb erlaubt, also gibt es auch keine Grundlage, auf die sich ein Anspruch auf eine Aktion stützen ließe.
Was in der Tabelle nicht steht und trotzdem zählt: Bei den sechs Häusern mit Bewilligung liegt die Annahme einer Sportwette in derselben Kategorie wie bei einem Land, das sich für zuständig erklärt. Das ist noch kein Qualitätssiegel, aber es gibt im Streitfall einen Adressaten. Der ist in einer Diskussion über Bonusbedingungen wichtiger, als er klingt. Die folgende Reihenfolge ist von der Bewilligung bis zur Bewilligung geordnet und nicht nach der Höhe der Angebote.
1. tipp3: die 5-%-Gebühr als ehrlichstes Auszahlungsmodell im Set
tipp3 betreibt Sportwetten unter einer Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz, ausgestellt mit Bescheid vom 10.12.2020, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020, wie das Impressum es festhält; Betreiberin ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. Damit lässt sich die Bewilligung bei einem Anbieter dieser Zeile tatsächlich nachlesen, was bei zwei anderen Häusern mit Land-Bewilligung nicht der Fall ist. Kein Anbieter darf in Österreich ohne diese Bewilligung Sportwetten annehmen, und die Behörde, die sie erteilt, ist jene des Bundeslandes.
Seit dem 1. April 2025 liegt auf jedem Wetteinsatz in Österreich eine Gebühr von 5 %. tipp3 gibt an, bei verlorenen Wetten die Gebühr selbst zu tragen, sodass sich beim Verlust nichts ändert; bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen. Das Beispiel, das tipp3 selbst rechnet: Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 beträgt der Bruttogewinn 20 €, die Gebühr 1 €, und der mögliche Gewinn bleibt bei 19 €. Wenn ich es nachrechne, komme ich auf denselben Betrag. Das darf man in der heutigen Zeit durchaus erwähnen.
Dass die Gebühr bei Cash-Outs sowie bei „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten nicht abgezogen wird, ist der interessante Teil. Wenn man Auszahlungen nicht durch den Aufschlag verteuert, lenkt man das Spiel in Richtung der Produkte, die man am besten kontrollieren kann. Das ist legitim, aber es ist keine neutrale Gestaltung. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1,90 und 1,90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge bei etwa 5 % — die Gebühr liegt also in derselben Größenordnung wie die Marge eines einzelnen Marktes. Und weil bei einer gewonnenen Wette 5 % des Gewinns abgezogen werden, entspricht die Gebühr bei einer Quote von 2,00 der Hälfte der Marge, mit der das Haus rechnet. Wer das für ein Geschenk des Anbieters hält, hat die Rechnung nicht gemacht.
Bei den Zahlungen sind Bargeld-Einzahlungen und -Auszahlungen bei tipp3-Partnern auf maximal 1.000 € pro Woche begrenzt, und eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, ehe es ausgezahlt werden kann. Ein Haus, das eine Umsatzbedingung auf das eigene Guthaben legt, hat sie auf alles gelegt, was dazwischen liegt.
Zur Verantwortung gehört, dass tipp3 eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten anbietet, in der das Guthaben im Konto bleibt, sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, bei der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird. Beide Funktionen sind nach dem Start nicht aufhebbar. Dass ein Haus seine eigene Sperre nicht mehr lösen kann, macht sie zu einem echten Instrument und nicht zu einem Knopf in einer Menüleiste.
Der Nachteil: tipp3 betreibt sein Geschäft als Totalisateur, und wer auf eine feste Quote aus einem Kontingent hofft, findet hier beides. Das Modell mit dem Totalisator liefert keine fixe Quote im Voraus, sondern eine Endquote auf Basis des Gesamteinsatzes. In einem Jahr, in dem die Gebühr den Ertrag der Wetten bereits um 5 % schmälert, zählt jede Unsicherheit.
Wer auf dem österreichischen Markt eine nachlesbare Bewilligung will und ein Haus, das den Steuerabzug offen in seine Bedingungen schreibt, findet bei tipp3 das klarste Modell. Wer das Gefühl nicht mag, mit jedem Euro zuerst für die Behörde zu arbeiten, hat Alternativen.
2. win2day: der Anbieter, bei dem der Schutz engmaschiger ist als der Bonus
win2day betreibt seine Sportwetten mit einer Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz; sie gilt laut Wettordnung für die Sportwetten, während Lotterie und Casino-Games unter der Konzession nach dem Glücksspielgesetz laufen. Betreiberin ist die Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH, und das Angebot unterliegt nach dem eigenen Hinweis nicht den Bestimmungen des Glücksspielgesetzes und nicht der Aufsicht des BMF oder des Finanzamts Österreich. Das ist die klarste Formulierung, die ein Anbieter zu seinem eigenen Regime liefern kann.
Die Freiwetten sind konkret: fünf FreeBets zu je 10 €, insgesamt 50 €, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Drei Jahre Nutzbarkeit, nur Einzelwetten, keine Systemwetten, exakt in Höhe des FreeBet-Betrags zu setzen, nicht auszahlbar. Wer eine Mindesteinzahlung von 1 € wählt, erhält danach einen Betrag, der das Fünfzigfache dessen ist, was auf dem Konto liegt. Das ist der aggressivste Kundenfang im Set — bezogen auf den Einsatz. Und genau deshalb ist es die beste Gelegenheit für einen Test. Wer 10 € riskiert und 50 € bekommt, hat das Verhältnis gesehen und weiß, was ein Bonus ist.
Die Kehrseite ist die Regel, die niemand ausspricht: Der FreeBet-Einsatz wird bei einem Gewinn nicht ausgezahlt. Sie kosten fünf FreeBets zu 10 € nicht 10 €, sondern 10 €, die für einen Gewinn stehen, der dem Einsatz entspricht. Gemessen an einer Quote von 2,00 wären es 10 € Gewinn bei 10 € Freiwette, womit die 10 € fehlen, die man bei einem regulären Einsatz zurückbekäme. Über fünf Freiwetten summiert sich das auf 50 €, die selbst bei fünf richtigen Tipps nicht ausgezahlt werden.
Bei der Nutzung von FreeBets ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert. Der mögliche Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes. Wenn man die 50 € auf einen einzigen Korb setzen will, ist die Freiwette daher ein stumpfes Werkzeug. Auf fünf Einzelwetten zu je 10 € verteilt, verhält sie sich wie ein Testkonto mit Zufallsfaktor.
Die Einzahlungslimits sind die engsten im Vergleich: bis 26 Jahre höchstens 250 € pro Woche, gerechnet von Freitag bis Donnerstag; ab 26 Jahren höchstens 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit. Beides gilt für die Sportwetten von win2day, nicht für Casino und Lotterie, die unter dem Glücksspielgesetz laufen.
Auszahlungen aus Sportwetten werden dem elektronischen Guthaben gutgeschrieben und, falls das nicht geschieht, vier Wochen lang beanspruchbar gehalten; ausgezahlt wird auf das registrierte Bankkonto, und die Auszahlungsgebühren trägt der Spieler. In der Praxis heißt das: Wer nicht aufpasst, lässt ein Guthaben vier Wochen liegen.
Wer Kinder oder Enkel im Haushalt hat, für die 250 € pro Woche viel Geld sind, bekommt hier eine Grenze, die sich nicht wegräumen lässt, und dazu eine Frist von drei Jahren auf die Freiwetten. Für alles andere ist die dauerhafte Aussperrung des Cash-Outs bei FreeBets eine Einschränkung, die man vor dem ersten Einsatz kennen sollte.
3. Merkur Bets: ehemals Cashpoint, dieselbe Bewilligung in neuer Farbe
Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group trat seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf; zuvor hieß sie Cashpoint Sportwetten und hatte ihren Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996. Ein Name, der fast dreißig Jahre gehalten hat, wird nicht aus Verlegenheit geändert, sondern wegen der Marke dahinter. Wer sich an Cashpoint gewöhnt hatte, findet dieselbe Adresse unter einem neuen Logo.
Zur Bewilligung nennt der Betreiber weder das Land noch den Bescheid. Damit fällt Merkur Bets in die Kategorie der Häuser, die die Bewilligung dem Grunde nach führen, ohne sie nachvollziehbar zu machen. Wer die Behörde wissen will, wird sie auf dieser Seite nicht finden. Das ist ein Unterschied zur Transparenz von tipp3 und win2day, aber keiner zur Rechtslage: Die Bewilligung ist nötig, und sie wird vorausgesetzt.
Als stationäre Kette mit langer Geschichte ist Merkur Bets das Haus, an dem sich das österreichische Modell am ehesten zeigt — eine Land-Bewilligung, ein Netz von Wettannahmestellen, eine Marke, die aus dem Automatengeschäft kommt. Für den Bonusmarkt ist es das unpraktischste Haus im Set: Keine Aktion, die sich benennen ließe. Das ist auch eine Information über die Gruppe, denn sie zeigt, dass im Sportwettenbereich nicht alle Häuser über den Bonuspreis konkurrieren.
Wer ohnehin in einer Annahmestelle wettet, findet hier die verlässliche Fortsetzung einer langjährigen Marke. Wer eine Aktion sucht, wird von diesem Namen nichts hören.
4. Vierklee: Tiroler Bewilligung mit einem Neukundenangebot ohne Bedingungen
Online läuft Vierklee nach Angaben der Startseite unter der Bewilligung IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung. Das ist eine der wenigen vollständigen Angaben im Set. Wer nachprüfen möchte, findet hier eine Zahl, die sich zitieren lässt, und ein Bundesland, das sich benennen lässt. Ob die Bewilligung nach dem Tiroler Wettgesetz stationäre und Online-Wetten abdeckt, steht in der Angabe nicht; das Land führt sie so, wie der Betreiber sie veröffentlicht.
Für Neukunden wird ein Bonus von bis zu 100 € angekündigt. Konkrete Bonusbedingungen nennt die Info-Seite nicht. Bestandskundenaktionen sind auf den öffentlichen Seiten nicht dargestellt, und es wäre falsch, aus der Existenz eines Neukundenangebots eine Bestandskundenaktion abzuleiten.
Die 100 % in der Werbung sind ein Versprechen an einen Erstkunden, nicht an den Leser dieses Abschnitts. Wer bereits ein Konto hat, erfährt aus einem Angebot von außen nichts über die eigenen Konditionen. Und wer das Angebot einlösen will, muss die Bedingungen zuerst an dieser Stelle finden, nicht umgekehrt.
5. Starsportwetten: die Bewilligung ohne Land und ohne Nummer
Die Beschreibung der Starsportwetten-App nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Der Anbieter bezeichnet sich dort als behördlich bewilligten Sportwettenanbieter. Dass eine Bewilligung existiert, kann man also festhalten. Wer sie prüfen will, braucht mehr.
Die Bewilligung führt kein Bundesland und keine Bescheidnummer an. In einem Geschäftsfeld, in dem die Aufsicht bei den Ländern liegt und in dem sich Bewilligungen von Land zu Land unterscheiden, ist das die entscheidende Lücke.
Für Bestandskunden ist bei Starsportwetten keine Aktion belegt. Das Haus tritt über die App in Erscheinung, deren Beschreibung die Bewilligung erwähnt, und bleibt ansonsten still. Wer eine Bewilligung sucht, die sich vorlesen lässt, ist hier an der falschen Adresse — nicht weil die Bewilligung fehlt, sondern weil ihre Angabe nicht nachvollziehbar ist.
6. Admiral: ein börsennotiertes Kapitel österreichischer Wettgeschichte
Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehörte zur Novomatic-Gruppe; gegründet wurde das Unternehmen von Walter Grubmüller, und an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert. Die Bewilligung nennt der Betreiber als Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz — das Bundesland ist also bekannt, die Bescheidnummer nicht.
Admiral gehört zu den Häusern, die das Geschäft lange vor dem Online-Boom betrieben haben. Die Kombination aus Automatengeschäft, Wettannahmestellen und Online-Präsenz erklärt, warum die Aktionen des Hauses stärker auf das stationäre Geschäft zielen als auf den Sportwettenbereich.
Wer in Oberösterreich wettet und in einer Filiale ohnehin zu Hause ist, findet hier das etablierteste Haus des Sets. Wer eine Online-Aktion für ein bestehendes Konto sucht, wird auf den öffentlichen Seiten nichts finden, was sich benennen lässt.
7. Ybets: 500 % Startbonus ohne österreichische Bewilligung
Ybets bewirbt als Startbonus 500 % bis 4.000 $ und 400 Freispiele sowie 20 % Cashback auf Verluste; die Mindesteinzahlung legt der Anbieter nach eigenem Ermessen fest und zeigt sie auf der Webseite an. Wer die Zahl auf der Startseite liest, hat einen Rekordwert gefunden. Wer die drei Teile auseinandernimmt, findet einen Startbonus, der den Neukundenmarkt nach oben offen erscheinen lässt.
Ein Anbieter, der seinen Bonus nach eigenem Ermessen steuert, hat sich von vornherein nicht gebunden. Bei einem Haus mit Land-Bewilligung wäre die Zahl ein Statement zur eigenen Kalkulation. Bei einem Haus ohne österreichische Bewilligung ist sie eine Zahl ohne Adressat.
Grundsätzlich ist für Ybets eine Bewilligung der Marke auf Anjouan (ALSI-202411003-FI1) bekannt, die keine österreichische Bewilligung ist. Der rechtliche Status ausländisch gehosteter Online-Sportwetten ist nicht geklärt und hängt vom jeweiligen Land ab; eine ausländische Bewilligung schützt Sie nicht davor, dass es keine österreichische Stelle gibt, an die Sie sich bei einem Streit um einen Bonus wenden können. An dem Punkt, an dem die Bedingungen gekürzt werden, steht kein Ansprechpartner. Wer die 500 % für bare Münze nimmt, sollte denselben Satz zweimal lesen.
8. Neo: App-Bonus in zwei Teilen, Umsatzbedingungen im Dunkeln
Neo bewirbt in der App-Beschreibung bei der Ersteinzahlung einen Bonus von bis zu 100 € sowie zusätzlich 25 € Freiwetten nach App-Download und Registrierung; die konkreten Umsatzbedingungen stehen in den Promotionsbedingungen und sind in der App nicht genannt. Der zweite Teil ist der kundenfreundlichste Zug des Angebots: 25 € Freiwetten nach Download und Registrierung, ohne dass eine Einzahlung dazwischen steht. Das ist die Bauform, die einem Bestandskunden am besten entgegenkommt.
Der erste Teil bleibt ein Standardangebot, dessen Bedingungen an anderer Stelle stehen. Bei 25 € Freiwette und einer Quote von 2,00 ergibt sich ein möglicher Gewinn von 25 € netto, weil der Einsatz nicht mit ausgezahlt wird; bei einer 10-€-Freiwette sind es 10 €. Das ist nicht wenig, zeigt aber die Größenordnung: Eine Freiwette zahlt bei einer Quote von 2,00 die Hälfte dessen, was ein Einsatz in gleicher Höhe auszahlen würde.
Neo hält nach eigener Angabe eine Bewilligung der Marke bei der MGA in Malta, die keine österreichische Bewilligung ist. Eine österreichische Sperre erreicht es nicht.
9. 22Bet: Marktbreite als Ersatz für einen Bonus
22bet bietet täglich über 1.000 Veranstaltungen zur Wette an, im Durchschnitt mehr als 30 Markttypen pro Veranstaltung; angenommen werden Einzelwetten, Akkumulatoren, Systeme und Ketten. Bei 30 Markttypen pro Spiel wird die Frage, ob eine Wette korrekt abgerechnet wurde, schnell zur Sisyphusarbeit. Wer dort wettet, sollte sich auf die einfachen Märkte verlassen.
Für Bestandskunden ist beim Anbieter keine Aktion belegt. Bei einem Haus mit 1.000 Veranstaltungen am Tag ist die Auswahl selbst der Anreiz. Das ist die ehrlichste Form der Kundenbindung, weil sie sich nicht in einer Bedingung versteckt.
22Bet führt keine österreichische Bewilligung, sondern eine solche aus Curaçao. Wer sich im Streitfall an eine österreichische Stelle wenden will, hat hier keine.
10. Hahaspin: 10 % Cashback wöchentlich, Bewilligung unbekannt
Hahaspin bietet Casino und Sportwetten mit gemeinsamem Guthaben, eine mobile App für Android und iOS sowie wöchentlichen Cashback von 10 % der Nettoverluste der Vorwoche. Der Cashback ist die sauberste Aktionsform im Set: Ohne Umsatzbedingung, ohne Mindestquote, ohne Frist — nur der Verlust der Vorwoche und ein Zehntel davon zurück.
Was fehlt, ist ein Anhaltspunkt für die Bewilligung des Hauses. Eine österreichische ist ebenso wenig bekannt wie eine, die sich einer Aufsichtsbehörde zuordnen ließe.
Wer in der Lage ist, den Verlust nachzuvollziehen, erhält hier den Bonus ohne Anforderung. Wer bei 10 % Cashback vergleicht, sollte den Unterschied zu einem 100 %-Bonus kennen: Ein Bonus von 10 % auf den Verlust ist eine Rückerstattung, keine Startfinanzierung. Bei der beliebten Werbeaussage „sicherer Weg“ ist das schlicht falsch, weil er zum Kauf eines weiteren Wettscheins einlädt. Wer das Geld nicht in einen weiteren Wettschein stecken will, hat keinen Vorteil; er hat nur einen kleineren Verlust.
Häufige Fragen zu Bonuszahlungen und Freiwetten für bestehende Konten
Worin liegt der eigentliche Unterschied zwischen einem Bestandskunden-Bonus und einem Willkommensangebot?
Der Start- oder Willkommensbonus ist an die erste Einzahlung gebunden, der Bonus für bestehende Konten oder an eine neue App-Kontoanmeldung und eine Reload-Aktion. Von diesen unterscheidet er sich nicht immer durch den Typ, sondern durch die Größe und die Bedingungen. Reload-Aktionen fallen im Vergleich zu Startangeboten oft kleiner aus, was nicht überraschend ist.
Warum ist Cash-Out bei Freebet-Wetten nicht möglich?
Bei win2day ist die Cash-Out-Funktion bei Freebet-Wetten systemisch ausgeschlossen, weil eine Wettenanpassung den Wert des Einsatzes verändern würde. Der Anbieter dokumentiert dies explizit: Cash-Out ist bei Freebet-Wetten deaktiviert, und der mögliche Gewinn berechnet sich aus Quote mal Freebet-Einsatz abzüglich des Freebet-Einsatzes. Ein Ausstieg nach Anpfiff bleibt damit bei anderen Häusern möglich.
Wie wirken Umsatzbedingungen und Mindestquote auf einen Bonus, und welche Zahlen fallen dabei an?
Umsatzbedingungen geben an, wie viel Gesamteinsatz nötig ist, bis Bonusguthaben auszahlbar wird; die Mindestquote legt fest, ab welcher Quote eine Wette als Qualifikationswette zählt. Eine Umsatzanforderung von 5-mal auf einen 100-€-Bonus erfordert 500 € Umsatz. Eine Mindestquote von 1,59 (Betovo) oder 1,50 (Boomerang-Bet) schließt Wetten mit geringerer Quote aus.
Gibt es in Österreich eine gesetzliche Vorschrift für Sportwetten-Boni?
Nein. Es existiert keine Vorschrift zum Bonus, weil Sportwetten bundesrechtlich nicht als Glücksspiel gelten und deshalb nicht unter das Glücksspielgesetz fallen. Beträge, Umsatzbedingungen, Mindestquoten und Fristen ergeben sich ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Was reguliert wird, ist die Bewilligung durch das jeweilige Bundesland und die Wettgebühr.
Wie berechnet sich der mögliche Gewinn einer Freiwette, wenn der Einsatz nicht ausgezahlt wird?
Die Formel lautet: Gesamtquote mal Freiwettenbetrag abzüglich des Freiwettenbetrags. Bei einer 10-€-Freiwette auf eine Quote von 2,00 wären das 20 € minus 10 €, also 10 € möglicher Gewinn — nicht 20 €. Der Einsatz selbst wird nie zurückerstattet. Diesen Unterschied übersehen viele Gelegenheitsspieler, wenn sie das Wort „gratis“ lesen.
Wie lange kann man eine Bonusaktion nutzen, und was passiert, wenn die Frist abgelaufen ist?
Das hängt vom jeweiligen Angebot ab, und die Spannweite ist groß. Bei win2day sind die fünf FreeBets drei Jahre lang nutzbar; bei einem Sport-Erstbonus von Boomerang-Bet ist eine 30-Tage-Frist nach der ersten Einzahlung einzuhalten; beim Willkommenspaket von Slotimo gilt in der Regel 30 Tage ab Kontoeröffnung. Nach Fristablauf verfällt der Bonus in der Regel, ein Anspruch auf Auszahlung besteht nicht.
Bonus – systemwettengewinn
Inhalt erstellt vom Team «systemwettengewinn»
